Was gibt es in der Schweiz an Besonderheiten zu berichten, wenn es um das traditionell gestaltete Weihnachtsfest geht? Sicherlich gibt es viele Gemeinsamkeiten mit den Bräuchen und Traditionen der anderen deutschsprachigen Länder, doch einiges gibt es in dieser Form nur in der Schweiz.
Da wäre beispielsweise der St. Nikolaus, dessen Tag am sechsten Dezember gefeiert wird. Typisch schweizerisch ist hier der traditionelle Name des Heiligen Mannes: „Samichlaus” wird er im deutschsprachigen Teil der Schweiz genannt. Dieser kommt mit seinem Begleiter „Schmutzli”, der dunkel bekleidet ist, zu den Kindern und bringt seinen Sack mit Nüssen, Mandarinen, Lebkuchen und anderen Schleckereien mit. Jetzt ist Einsatz gefragt, denn nur wer seinen eigens geprobten „Samichlaus-Spruch” richtig aufsagen kann, bekommt etwas von den Süßigkeiten ab. Und in den anderen Teilen der Schweiz? Da begegnen die Kinder den „Kollegen” des Samichlaus: der italienischen Befana und der französischen Chauche-vieille.
Am Heiligen Abend legt man in der Schweiz viel Wert auf einen traditionellen Weihnachtsbaumschmuck - ähnlich wie in Österreich und in vielen Teilen Deutschlands. Wachskerzen gelten hier nach wie vor als die einzig wahre Beleuchtung, ihre elektrischen Entsprechungen haben sich trotz gesteigerter Brandgefahr nie wirklich durchgesetzt.